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Wednesday, April 23, 2014

EIN TAG AM STRAND


Was macht man an den Osterfeiertagen, wenn man ganze zweitausend Kilometer weit weg von sämtlicher Familie ist? Richtig, man packt sich die Strandtasche voller Proviant und fährt zu dem einsamsten Strand der ganzen Costa Viola. Abschalten lautet die Devise; kein iPhone, kein iPad, gar nichts - außer vielleicht eine Kamera.

Ich, als absoluter Stressmensch, sollte sowas definitiv öfter tun. Eine einsame Zara an einem noch viel einsameren Strand - das passt. Denn wenn ich nicht gerade von einem sündhaft teuren Paar Schuhe besessen bin, oder mich auf einem exzessiven Festival irgendwo auf diesem Planeten aufhalte, lasse ich es gerne ruhig und besinnlich angehen.

Fernab von all den Touristenstränden liegt dieses kilometerlange Stück Strand. Seit ich hier lebe, sind mir maximal zwanzig Personen begegnet. Ein Wunder, wenn man bedenkt, dass im August Hunderte von eingeölten Menschen neben- fast schon aufeinander liegen, wie Sardinen in der Dose.

Das Schöne an einsamen Stränden ist vor allem die Natur. Keine Bagger, die pünktlich zum Saisonbeginn, jedes Sandkörnchen reinigen, keine Sonnenliegen und keine Bars, deren DJs das Rauschen des Meeres mit schlecht gemixter House Musik übertünchen. Dort kann ich stundenlang Spazieren und fasziniert feststellen, was der letzte Sturm alles an die Küste gespült hat.

An diesem Strand habe ich vor einem Jahr auch das Surfen gelernt. Im April ist es nämlich gerade noch windig genug um die ein oder andere Welle zu reiten. Vorausgesetzt man traut sich in eiskaltes Wasser und hat kein Problem damit sich mit Quallen anzufreunden (Hey! Immerhin sind sie pink!) und sich von schockierten Italienern anstarren zu lassen. Ich habe ja schon mehrmals erwähnt, dass das südliche Volk ihre Monclerjäckchen gerne bis in den Juni trägt.

Statt Moncler habe ich mich dann doch lieber für eine meiner Lieblingsmarken entschieden. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich meiner Mutter bin, dass sie mich auf die dänische Marke Cream aufmerksam gemacht hat. Passend zur Kombination aus Kleid und Tasche (beides Cream) gab es eine beige Stoffhose (hier von Atelier Fixdesign), meine goldenen Ballerinas (Stuart Weitzman), die dann sowieso ausgezogen wurden und einen Foulard mit Feder-Aufdruck (hier von Accesorize).

Kaum sind die Osterfeiertage vorbei, geht allerdings wieder der normale Wahnsinn los. Der Sommer rückt näher und die Urlaube organisieren sich schließlich nicht von alleine - schade eigentlich.

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